• Das Digitalradio DAB+ ist auf dem Vormarsch in ganz Europa. Nach Norwegen bereiten die nächsten Länder den Ausstieg aus der analogen UKW-Technik vor, in anderen wird DAB+ neu eingeführt. DAB+ in Europa: schnelle Fortschritte bei Digitalisierung des Rundfunks

    DAB+ in 33 französischen Regionen

    Als einer der europäischen Schlüsselmärkte wird Frankreich den Ausbau des digital-terrestrischen Radios intensivieren. Wie die französische Medienbehörde „Le Conseil Supérieur de l’Audiovisuel“ (CSA) in Paris ankündigte, werden im nächsten Frühjahr regionale Programmangebote in Lille, Straßburg und Lyon auf Sendung gehen.

    In weiteren 30 Ballungsräumen soll DAB+ bis 2020 eingeführt werden. Die CSA will in der ersten Jahreshälfte 2018 und 2019 jeweils 15 neue Sendegebiete ausschreiben. Für Bouquets in Nantes und Rouen laufen bereits die Verfahren. In Paris, Nizza und Marseille gibt es ein vielfältiges Angebot auf DAB+. Derzeit prüft die CSA auch, ob es Interessenten für eine Ausschreibung von zwei nationalen Multiplexen gäbe. Das entsprechende Frequenzspektrum wurde dafür reserviert. 

    DAB+ Test in Kroatien

    Ein ganz neues Land auf der DAB+ Landkarte ist Kroatien. Am 20. November startete ein zunächst einjähriger Test mit 16 Privatradios. Vier Sendeanlagen versorgen ein Gebiet von Istrien und der Küstenstadt Rijeka im Westen über Karlovac und der Hauptstadt Zagreb bis Varaždin. Die technische Reichweite beträgt rund zwei Millionen Einwohner.

    Dänemark und die Wallonie stellen auf DAB+ um

    Vor wenigen Wochen haben die Wallonie (Belgien) und Dänemark ihre Sendernetze vom alten DAB-Modus auf den modernen Standard DAB+ umgestellt. Damit einher geht eine deutliche Ausweitung des Programmangebots. In Dänemark werden weitere landesweite Sender, unter anderem der BBC World Service, über DAB+ ausgestrahlt. In der Wallonie sind zwei regionale Multiplexe mit insgesamt 23 privaten Radiostationen in den Großräumen Brüssel und Lüttich auf Sendung gegangen.

    Schweiz und Südtirol steigen aus UKW aus

    In Südtirol wird in Kürze das Ende von UKW eingeläutet. Der von der Landesregierung verabschiedete Plan sieht die Abschaltung der ersten sechs UKW-Anlagen noch in diesem Jahr vor. Im nächsten Jahr folgen sieben weitere Sendestandorte der Rundfunk Anstalt Südtirol (RAS). 82 DAB+ Sendeanlagen erreichen inzwischen 99,3 Prozent der Bevölkerung. Für die RAS ist UKW nicht mehr zeitgemäß und zu teuer: Würde das UKW-Sendenetz mit 226 Sendeanlagen im vollen Umfang weiter betrieben, müssten die mittlerweile über 30 Jahre alten Anlagen ersetzt werden, was rund 200.000 Euro kostet. Mit DAB+ ließen sich der Stromverbrauch und die Wartungskosten gegenüber UKW verringern, so die RAS.

    In der Schweiz kann mit der weiteren Vorbereitung der UKW-Abschaltung wie geplant im Jahr 2020 begonnen werden. Der Schweizer Bundesrat hat Ende Oktober eine Teilrevision im Radio- und Fernmeldebereich verabschiedet, um den Umstieg auf DAB+ zu erleichtern. Im Frühjahr 2017 betrug der Anteil der digitalen Radionutzung in Schweizer Haushalten (DAB+ und Internet) 57 Prozent, acht Prozentpunkte mehr als im Herbst 2015. Im selben Zeitraum sank die UKW-Nutzung auf 43 Prozent.

    Großbritannien könnte schon bald den Ausstieg aus der UKW-Verbreitung beschließen. Sobald 50 Prozent der Briten Radio über digitale Verbreitungswege hören, legt das Parlament den Zeitplan zum Abschaltdatum, dem „digital switchover“ fest. Bereits im zweiten Quartal 2017 hörten 48,7 Prozent der Briten Radio über DAB+ und Internet.

    Über uns: Das Digitalradio Büro Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine Gemeinschaftsinitiative des Vereins Digitalradio Deutschland, also ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Das Digitalradio Büro informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung von DAB+ in Deutschland. Der Zugang zum Digitalradio Deutschland e.V. steht allen Marktteilnehmern offen, die sich für DAB+ engagieren. Weitere Informationen zu DAB+ unter: dabplus.de

      

    Kontakt Presse/Medien:
    Carsten Zorger
    Digitalradio Büro Deutschland
    Tel.: +49 30 8503 6841
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  • DAB+ Weihnachtsaktion: „Schenken Sie ein DAB+ Radio“

    Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft bewerben ARD, Deutschlandradio, private Anbieter und weitere Mitglieder des Vereins Digitalradio Deutschland ab 27. November für vier Wochen erneut den digitalen Radiostandard DAB+ und damit die Freude am Radiohören. Der Slogan des dritten bundesweiten Aktionszeitraums in diesem Jahr lautet: „Schenken Sie ein DAB+ Radio“. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem TV- und Funkspots, Print- und Onlinemotive sowie Programmhinweise.

    Kampagne und Corporate Design mit breiter Akzeptanz

    Viele der im deutschen Markt aktiven DAB+ Gerätehersteller haben zum Weihnachtsgeschäft das im Mai neu vorgestellte Corporate Design in ihre nationale Online- und Offline-Kommunikation sowie auf Produktverpackungen für den Point of Sale integriert. Es erhöht die Sichtbarkeit von DAB+ Empfängern, z.B. im Elektrohaus. Handelskontakter statten im Auftrag des Digitalradio Deutschland e.V. derzeit hunderte Regale in Elektromärkten mit Elementen der neuen Markenführung aus. Auch im europäischen Ausland, bei WorldDAB und bei den international agierenden Herstellern hat das neue Corporate Design großes Interesse geweckt.

    Gemeinsames Signal

    ARD, Deutschlandradio, private Anbieter und weitere Mitglieder im Digitalradio Deutschland e.V. setzen das gemeinsame Signal, dass der digital-terrestrische Radiostandard DAB+ für die Zukunft des Hörfunks von zentraler Bedeutung ist.

    Fast 57 Millionen Menschen hören täglich Radio, also rund 78 Prozent der Bevölkerung. Jeder siebte Einwohner über 14 Jahren hört inzwischen Radio über DAB+. Die Vielfalt wächst: Es gibt über 150 unterschiedliche regional ausgestrahlte Angebote der öffentlich-rechtlichen und privaten Anbieter. Das nationale DAB+ Angebot ist auf 96 Prozent der Fläche verfügbar, die Autobahnen sind fast voll ausgebaut. Über 21 Prozent der Neufahrzeuge verfügen bereits über ein DAB+ Autoradio.

    Download Corporate Design

    Die ARD hat die Kampagnenelemente sowie das frische, crossmedial einsetzbare Corporate Design entwickelt. Die Elemente des Markenauftritts werden Rundfunkanbietern, Herstellern und Handel hier zur eigenen Bewerbung von DAB+ zur Verfügung gestellt: www.digitalradio.de/index.php/de/haendlerbereich

     

    Über uns: Das Digitalradio Büro Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine Gemeinschaftsinitiative des Vereins Digitalradio Deutschland, also ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Das Digitalradio Büro informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung von DAB+ in Deutschland. Der Zugang zum Digitalradio Deutschland e.V. steht allen Marktteilnehmern offen, die sich für DAB+ engagieren. Weitere Informationen zu DAB+ unter: dabplus.de

     

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Verein Digitalradio Deutschland begrüßt verstärktes Engagement privater Sender in DAB+ // Zweiter „Bundesmux“ und Lokal-Ensembles kommen // Appell an Politik: Noch mehr Programmvielfalt durch Fördermittel möglich

on Mittwoch, 08 Februar 2017.

Der Verein Digitalradio Deutschland begrüßt das verstärkte Engagement privater Hörfunkveranstalter im terrestrischen Digitalradio DAB+. Immer mehr Privatsender haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzen auf die digitale Technologie, die den klassischen, analogen UKW-Hörfunk ablösen soll. Die Verbreitungstechnologie DAB+ erlaubt neuen Veranstaltern den Einstieg in die digital-terrestrische Radiowelt mit innovativen Formaten.

Neue exklusive Formate auf DAB+
Mit der Jugendwelle MAXX FM startete am 10. Januar 2017 ein neuer Radiosender für die junge Zielgruppe der 14-29 jährigen in Berlin. Er gehört zur dunk media group, die unter anderem bereits den Schlagersender radio B2, den Oldiesender radio GOLD, und STAR*SAT Radio im Digitalradio betreibt.
lulu.fm, das Radio für die Gay-Community, sendet seit dem 25. Januar 2017 - nach Hamburg und Berlin - auch im Rhein-Main-Gebiet über Digitalradio DAB+.
Ebenfalls im Rhein-Main-Gebiet auf Sendung gegangen ist mit interviewRADIO das erste 24-stündige Programm mit Themensendungen, die in Interviewform aufbereitet sind.

UKW-Privatradios entdecken DAB+ zur Reichweitensteigerung
Doch auch immer mehr UKW-Privatradios entdecken DAB+, um über diesen Weg ihre terrestrische Reichweite auszubauen. Über DAB+ kann der Lokalsender Antenne Mainz nicht nur Versorgungslücken im lizenzierten UKW-Sendegebiet in Rheinland-Pfalz schließen, sondern auch Pendler im ganzen Rhein-Main-Gebiet versorgen. Autofahrer können damit „ihren“ Sender auf den Weg zum Arbeitsplatz und ins Büro mitnehmen, was über UKW nicht möglich war.
Auch Antenne Frankfurt ist ab sofort über DAB+ zu hören und erreicht somit technisch erstmals alle Menschen im Rhein-Main-Gebiet, während das UKW-Sendernetz hier noch große Lücken aufweist.
Der schleswig-holsteinische Privatsender R.SH ist ebenfalls seit dem vergangenen Jahr im Großraum Hamburg via DAB+ zu hören, wo er nicht zuletzt die Pendler versorgt.
In Baden-Württemberg sind acht bislang auf UKW nur lokal und regional empfangbare Wellen nun in weiten Teilen des Landes über DAB+ im landesweiten Multiplex zu hören.


Großes Interesse an Kapazitäten in Bayern
Die Vielfalt an privaten Sendungen, die über DAB+ zu empfangen sind, wird in den kommenden Monaten und Jahren auch in Bayern weiter wachsen. Laut einer Umfrage der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) unter UKW-Lokalradios haben mindestens acht Programmanbieter Interesse, ihr Programm auch über DAB+ zu verbreiten. Mehrere von ihnen sind sogar bereit, ein neues, zusätzliches Programm digital-terrestrisch zu starten. In Bayern kommt den Privatsendern auch die Bereitstellung von Fördermitteln zugute: In den Haushalten sind für 2017/2018 insgesamt 1,5 Millionen Euro für die Verbreitung über DAB+ vorgesehen plus zusätzlicher Fördermittel der BLM.


Regionale Auseinanderschaltung auch bei DAB+ möglich
In Sachsen-Anhalt haben die landesweiten Veranstalter Radio SAW und Radio Brocken bereits die Chancen der Digitalisierung erkannt: Mit 89.0 RTL, Rockland Sachsen-Anhalt, 1A Deutsche Hits und 89.0 RTL In the Mix strahlen insgesamt vier Ableger ihrer Hauptprogramme über DAB+ aus. Radio SAW erprobt darüber hinaus erstmals die von UKW bekannte regionale Auseinanderschaltung seines Programms auch über DAB+. Möglich macht dies eine Technologie namens Bitratenmanagement. Hierbei werden die zur Verfügung stehenden digitalen Kapazitäten (im Fachjargon: Capacity Units – CU) so aufgeteilt, dass auch regionalisierte Nachrichten oder Werbespots über DAB+ verbreitet werden können. Der Hörer kann hierbei die „richtige“ Regionalversion an seinem DAB+ Gerät auswählen.


Zweiter Bundesmux erhöht das bundesweite Angebot um weitere 16 Privatradios
In diesem Jahr soll ein zweiter nationaler Multiplex das bundesweite Angebot an Privatradios um weitere bis zu 16 attraktive Hörfunkprogramme steigern. Zusammen mit den Sendern im ersten Multiplex wären dann 25 private Hörfunkprogramme bundesweit über DAB+ empfangbar. Im Dezember haben die Landesmedienanstalten die Ausschreibung für den zweiten Bundesmux veröffentlicht. Interessierte Plattformbetreiber können Bewerbungen bis zum 24. Februar 2017 an die zuständige Landesmedienanstalt, die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), richten.


Lokale, finanzierbare Multiplexe: Small Scale
2017 könnten zudem neue lokale Multiplexe privaten Radiosendern auch in finanzieller Hinsicht eine weitere attraktive Einstiegsmöglichkeit ins digital-terrestrische Radio bieten. Möglich machen es so genannte Small Scale DAB-Lösungen: Auf Basis von Open-Source Software können Lösungen im Kleinleistungsbereich zu niedrigen Kosten realisiert werden.  Radioveranstalter könnten bereits zu Verbreitungskosten ab gerade einmal 200 Euro monatlich in die digitale Terrestrik einsteigen, wie potentielle Betreiber solcher Multiplexe vorrechnen. Geplant sind derartige Ensembles unter anderem in Leipzig und München, Interessenten gibt es auch in Köln, dem Saarland und Rheinland-Pfalz. 


Vorsitzender des Vereins, Dr. Willi Steul: Fördermittel durch Politik
„Wir freuen uns, dass immer mehr kommerzielle Radioveranstalter die Vorzüge des Digitalradios DAB+ kennen und schätzen lernen“, freut sich Dr. Willi Steul, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Deutschland und Intendant von Deutschlandradio. „Mit zunehmender Verbreitung von Digitalradio-Empfängern in den Haushalten wächst der Druck auf Privatradios, ihre Programme auch über DAB+ zu verbreiten. Denn wer einmal die Vorzüge von DAB+ kennen gelernt hat, kehrt in der Regel nicht mehr zu UKW zurück“.

An die Politik appelliert der Vorsitzende des Vereins Digitalradio Deutschland nochmals privaten Veranstaltern den Einstieg in die digitale Welt zu erleichtern: „Kommerzielle Hörfunkanbieter benötigen zur Finanzierung eines Simulcasts von UKW und DAB+ und für digitale Zusatzangebote finanzielle Mittel. Bayern liefert hierfür ein lobenswertes Vorbild. Eine Förderung der Verbreitungskosten der privaten Sender, etwa durch einen Digitalisierungsfonds von Bund und Ländern, durch Erlöse aus der Digitalen Dividende II oder einer technischen Infrastrukturförderung könnte dafür sorgen, dass auch abseits der großen Ballungsräume kommerzielle Radiostationen die Chance auf den Einstieg in die digitale DAB+ Welt haben“.

Kontakt Presse/Medien:
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Tel.: +49 30 8503 6841
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