• Nach Analogabschaltung im Kabel: Mit DAB+ Radio digitalen Klang genießen!

    In diesem Jahr endet in vielen Bundesländern der analoge Kabelempfang und damit auch die UKW Übertragung im Kabelnetz. So ist für alle Radiohörer der richtige Zeitpunkt gekommen, auf Digitalradio DAB+ umzusteigen. DAB+ ist digital-terrestrischer Rundfunk und bietet klaren, digitalen Empfang ohne zusätzliche Kosten für einen Internetzugang.

    Den Auftakt der Analogabschaltung machte der größte deutsche Kabelnetzbetreiber Vodafone (früher Kabel Deutschland) am Jahresanfang in den bayerischen Test-Regionen Landshut und Dingolfing. Weitere Kabelnetzbetreiber werden die analoge Radioübertragung in diesem Jahr abschalten.

    DAB+ bietet kostenlosen Empfang in glasklarer Qualität
    Radiohören über DAB+ bietet enorme Vorteile: Das digital-terrestrische Radio bietet in den meisten Regionen Deutschlands eine breitere Programmauswahl als über Kabel-UKW, und das in klarer, digitaler Qualität. So sind in München über 50 Radioprogramme zu hören, im Rhein-Main-Gebiet sogar über 70.

    Einige deutsche Kabelnetzbetreiber planen DAB+ Bouquets künftig direkt im Kabel auszustrahlen. Erste Testausstrahlungen führte der Münchner Netzbetreiber M-net Ende 2017 durch. In der Schweiz speist der größte Kabelbetreiber UPC Cablecom mehr als 70 Radioprogramme im DAB+ Standard in sein Netz ein.

    Eine aktuelle Übersicht zum digitalen Radioempfang DAB+ gibt es auf dabplus.de.

    Adapter ab 60 Euro verfügbar
    DAB+ ist flexibel einsetzbar, der Empfang ist kostenlos. Da weder ein Kabelanschluss noch ein Internetzugang benötigt wird, fallen außer der Hardware keine Zusatzgebühren an. Wer bisher Radio auf seiner HiFi-Anlage über Kabel empfangen hat, kann sie weiter nutzen. Hierfür bietet die Industrie preisgünstige Adapter ab 60 Euro, die einfach an den HiFi-Verstärker angeschlossen werden.

    Wer dagegen eine neue Stereo-Anlage kauft, kann ein modernes Tischradio oder Soundsystem mit DAB+ erwerben, das überall einsetzbar ist – auch abseits der Anschlussbuchse für den Kabelempfang. Einige Geräte haben zusätzlich eine Internetradio-Funktion eingebaut.

    Unter der Adresse www.dabplus.de/geraete findet sich eine umfangreiche Geräteübersicht.

    Über uns: 
    Das Digitalradio Büro Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine Gemeinschaftsinitiative des Vereins Digitalradio Deutschland, also ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Das Digitalradio Büro informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung von DAB+ in Deutschland. Der Zugang zum Digitalradio Deutschland e.V. steht allen Marktteilnehmern offen, die sich für DAB+ engagieren. Weitere Informationen zu DAB+ unter: dabplus.de

    Kontakt Presse/Medien:
    Carsten Zorger
    Digitalradio Büro Deutschland
    Tel.: +49 30 8503 6841
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  • DAB+ im Koalitionsvertrag: Verein Digitalradio Deutschland begrüßt wichtigen und konsequenten Schritt

    CDU und SPD haben sich darauf verständigt, das digital-terrestrische Radio weiterzuentwickeln. Der Verein Digitalradio Deutschland begrüßt das Bekenntnis zu DAB+ im Koalitionsvertrag als wichtigen und konsequenten Schritt im Rahmen einer bundesweiten Digitalisierungsoffensive.

    Die designierte Bundesregierung unterstützt damit die Entwicklung hin zum modernen Radio mit einer krisenfesten Infrastruktur, einer breiten Programmauswahl und noch genaueren Verkehrsinformationen für alle Autofahrer.

    Die Bedeutung der Digitalisierung des Radios bemisst sich auch daran, dass sie sich in zwei Passagen des Koalitionsvertrages wiederfindet.

    Im Koalitionspapier heißt es auf Seite 48 unter den Randziffern 2150-2154: „Wir werden die Regelungen zur Interoperabilität in § 48 Telekommunikationsgesetz (TKG) angesichts der veränderten Anforderungen an den digitalen Hörfunk weiterentwickeln, um das Digitalradio als niedrigschwelliges Medium zu stärken. Wir werden unter Einbeziehung aller Akteure im Digitalradio Board Maßnahmen entwickeln, um die Digitalisierung des Hörfunks weiter voranzutreiben.“

    Auf Seite 49 unter den Randziffern 2223 ff heißt es: „Wir werden die Weiterentwicklung innovativer Rundfunksysteme im digitalen Zeitalter auch auf europäischer Ebene absichern (Sicherung Übertragungskapazitäten, 5G). Wir setzen uns für eine Interoperabilitätsverpflichtung für Digitalradiogeräte auch auf europäischer Ebene ein.“

    Interoperabilitätsverpflichtung bedeutet, dass jedes künftig in der EU verkaufte Radiogerät über eine Schnittstelle zum digitalen Radioempfang, zum Beispiel für DAB+, verfügen soll. Nur so kann Radio zukunftsfähig und die Nutzung in der gesamten EU möglich bleiben. Alle Verbraucher, darunter viele Autofahrer, könnten sich damit darauf verlassen, dass ihr Radio auch im Ausland alle verfügbaren Programme empfängt. Das ist z.B. in Norwegen, Südtirol, Großbritannien und in der Schweiz mit einem DAB+ Empfänger möglich.

    Der Digitalradio Deutschland e.V. setzt nun darauf, dass die Ankündigungen im Koalitionsvertrag zeitnah umgesetzt werden.

    Der Entwurf des Koalitionsvertrags (Stand 07.02.) ist hier verfügbar:

    https://www.ndr.de/nachrichten/koalitionsvertrag228.pdf

    Über uns: 
    Das Digitalradio Büro Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine Gemeinschaftsinitiative des Vereins Digitalradio Deutschland, also ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Das Digitalradio Büro informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung von DAB+ in Deutschland. Der Zugang zum Digitalradio Deutschland e.V. steht allen Marktteilnehmern offen, die sich für DAB+ engagieren. Weitere Informationen zu DAB+ unter: dabplus.de

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    Carsten Zorger
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Norwegen schaltet UKW ab: Verein Digitalradio Deutschland mit 5-Punkte Forderungskatalog für DAB+

on Montag, 09 Januar 2017.

Am 11. Januar um 11.11 Uhr gehen in Norwegen die ersten UKW-Sender vom Netz. Das Land beendet bis Ende 2017 als erstes Land weltweit die analoge Radio-Verbreitung zugunsten des terrestrischen Digitalradios DAB+. Basierend auf den norwegischen Erfahrungen beim Übergang von UKW zu DAB+ appelliert  Dr. Willi Steul, der Vorsitzende des Vereins Digitalradio Deutschland und Intendant von Deutschlandradio, mit einem 5-Punkte Forderungskatalog vor allem an den Bund und die Länder. Die Zukunft des digitalen Hörfunks in Deutschland müsse gesichert werden.

Punkt 1: Vor dem Hintergrund des Starts von DVB-T2 HD kann es nicht sein, dass Radio weiter die analoge Insel im Meer der digitalen Angebote bleibt
Das digital-terrestrische Fernsehen startet im Frühjahr in die zweite Generation. Ab März 2017 wird digitales Antennenfernsehen über den neuen Standard DVB-T2 ausgestrahlt. Schon am 30. Juni 2009 ist die letzte verbliebene öffentlich-rechtliche Sendeanlage in Deutschland vom Analogbetrieb auf DVB-T umgestellt worden. Das Medium Radio muss, um zukunftsfähig zu bleiben und den gewachsenen Ansprüchen der Hörerinnen und Hörer zu entsprechen, so schnell wie möglich von der analogen in die digitale Welt überführt werden.

Digitalradio DAB+ bietet einen rauschfreien Klang, ist moderner, effektiver und persönlicher. Es ermöglicht bei den bundesweiten Programmen erstmals unterbrechungsfreies Hören in ganz Deutschland. Es liefert mehr Vielfalt auf ausreichend freien Kapazitäten zu weit günstigeren Verbreitungskosten.

Vor diesem Hintergrund ist die Politik gefordert, die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Umgang mit freien oder frei werdenden UKW-Frequenzen sowie bei der Verlängerung von UKW-Lizenzen zu prüfen.

Punkt 2: Die Zukunft des Hörfunks liegt nicht nur im Internet
Das Internet bietet zwar viele ergänzende Features für den Hörfunk, vom Rückkanal bei interaktiven Anwendungen bis hin zu ergänzenden Audio-Streams. IP kann dennoch nicht die alleinige Zukunft des Hörfunks sein. IP ist von Telekommunikationsunternehmen abhängig. Es sorgt für zusätzliche Kosten bei Hörern und Programmanbietern sowie für technische Probleme, vor allem beim Radiohören über Mobilfunk. In der digitalen Welt braucht Radio weiter einen eigenen Ausspielweg. Dieser existiert mit DAB+.

Punkt 3: Eine DAB+ Roadmap kann nur mit verstärkter Kooperation von Bund und Ländern zum Ziel führen
Marktbeteiligte beim Digitalradio DAB+ haben sich in einer Koalition zusammengeschlossen, um in einer Roadmap den gemeinsamen Weg zum Rundfunkstandard DAB+ zu beschreiben. Für den regulatorischen Rahmen benötigen alle aber auch die Unterstützung der Politik. Bund und Länder müssen 2017 verstärkt zusammenarbeiten, damit nach der erfolgreichen Einführungsphase nun auch die Eckpunkte für eine Migration von UKW hin zum Standard DAB+ festgelegt werden können. Die Zeit hierfür drängt, unter anderem auch, weil die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) erwartet, dass mit den Anmeldungen von ARD und Deutschlandradio zum 22. Bericht im Frühjahr 2019 mehrere Meilensteine bei DAB+ erreicht worden sind: Unter anderem, dass Bund und Länder eine Entscheidung über ein Konzept zur Abschaltung von UKW getroffen haben.

Punkt 4: Privatradios brauchen Fördermittel für den Simulcast
Kommerzielle Hörfunkanbieter benötigen zur Finanzierung eines Simulcasts von UKW und DAB+ finanzielle Mittel. Nur der Freistaat Bayern hat bisher ein Konzept zur Förderung der privaten Sender erarbeitet, um die Migration von UKW zu DAB+ voran zu treiben. Eine Förderung der Verbreitungs­kosten der privaten Sender wäre durch einen Digitalisierungsfonds von Bund und Ländern, etwa durch Erlöse aus der Digitalen Dividende II, einer technischen Infra­struktur­förderung durch die Medienanstalten oder besondere Preismodelle der Netzbetreiber möglich. Ähnliche Maßnahmen gab es bei der Digitalisierung der unterschiedlichen Verbreitungswege beim Fernsehen. Radio darf  hier nicht benachteiligt werden.

Punkt 5: Digitalradio DAB+ gehört als Standard in Fahrzeuge
Ohne DAB+ Radio sind Neufahrzeuge in Deutschland nicht zukunftssicher, blickt man auch auf die Digitalisierung des Hörfunks im Ausland. Derzeit sind erst 14% der Fahrzeugmodelle serienmäßig mit DAB+ Empfang ausgestattet. Ein DAB+ Chip kostet im Schnitt 7 Euro, dazu kommt noch der Preis der Antenne. Vor diesem Hintergrund ist es einfach unverständlich, wenn Autobauer mehrere hundert Euro Aufpreis für den digitalen Radioempfang als Sonderausstattung verlangen. Solche Preismodelle blockieren eine schnellere Marktdurchdringung mit DAB+. Auch in diesem Punkt sind regulatorische Rahmenbedingungen im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher wünschenswert. So setzt sich der Bundesrat dafür ein, dass im laufenden Gesetzgebungsverfahren zur TKG-Novelle eine Verpflichtung für Gerätehersteller aufgenommen werden soll, zukünftig alle neuen Radiogeräte auch mit DAB+ Empfangsmöglichkeit auszustatten (sog. Interoperabilitätsverpflichtung). Mit dieser Multinormchip-Initiative, die z.B. auch vom CDU Netzwerk Medien und Regulierung getragen wird, könnte der Gesetzgeber im Interesse aller Beteiligten einen maßgeblichen Beitrag zur Beschleunigung der Digitalisierung des Hörfunks und damit auch zu einer langfristigen Senkung der Verbreitungskosten leisten.

Kontakt Presse/Medien:
Digitalradio Büro Deutschland
Tel.: +49 30 8503 6841
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