• Programmvielfalt bei DAB+ steigt / Erste DAB+ Radiokombi verfügbar / Rekordzahlen bei Produktvorstellungen

    Bis zum Jahresende 2017 können über 40 weitere private Hörfunkprogramme neu über DAB+ zu hören sein oder ihre bestehende Reichweite erhöhen. Das wäre ein Rekord: Noch nie gab es binnen eines Jahres so viele Neuaufschaltungen im digital-terrestrischen Radio.

    Boom in Bayern und Sachsen

    Zu diesem Boom beigetragen hat vor allem Bayern: Im Freistaat gibt es dank einer Kooperation der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und dem Bayerischen Rundfunk ein Simulcast-Szenario, bei dem lokale, regionale und landesweite UKW-Privatradios parallel auch auf DAB+ verfügbar sind. Insgesamt 14 UKW-Lokalradios aus Franken sind nun auch digital-terrestrisch zu hören und bauen damit ihre technische Reichweite massiv aus. Mit Radio Hashtag+ ging zudem am 11. Oktober ein neues Jugendradio in Unterfranken auf Sendung. Veranstalter ist der Lokalsender Radio Primaton. Bis Ende 2018 sollen alle bayerischen UKW-Lokalradios über DAB+ zu hören sein.

    Auch in Sachsen wird das Angebot im digital-terrestrischen DAB+ Radio massiv steigen. Über zwei lokale Multiplexe in Leipzig und Freiberg sollen noch bis Jahresende 28 Hörfunkprogramme starten, darunter zehn Programme, die bisher nur im Internet oder noch gar nicht zu hören sind.

    Steigendes Programmangebot in den Bundesländern

    Auch in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Berlin und Hamburg gingen private Programmveranstalter über DAB+ auf Sendung oder haben dies bis Jahresende noch vor.

    Erstmals in Deutschland startete zudem in Rheinland-Pfalz ein Angebot, das nicht z.B. von der ARD oder dem Sendernetzbetreiber Media Broadcast in den Äther geschickt wird. Das Pfarrradio Studio Nahe aus Bretzenheim bei Bad Kreuznach verwendet eine Kombination aus professioneller Sendetechnik und Open Source Software auf Linux-Basis. Dieser Mix ermöglicht gerade für kleinere Programmanbieter, wie etwa Lokalradios, einen kostengünstigen Einstieg in die digitale Rundfunkwelt zu Verbreitungskosten schon ab 200 Euro im Monat.

    Anfang 2018 geht es weiter: In Bremen will Netzbetreiber Media Broadcast eine neue regionale Plattform mit bis zu 15 Sendern starten, während es in Berlin sogar bald einen zweiten regionalen, privaten Multiplex geben kann. Insgesamt 24 Bewerber haben sich auf eine Ausschreibung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) beworben.

    Zweiter Bundesmux startet 2018

    Im kommenden Jahr soll die Programmvielfalt auch durch den zweiten bundesweiten Multiplex steigen. Bis zu 16 weitere nationale Privatradio-Wellen sollen 2018 auf Sendung gehen. Voraussichtlich Mitte November will die Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der Landesmedienanstalten die so genannte Zuweisung verabschieden, nachdem sie im Juni meldete, dass die Antenne Deutschland GmbH & Co. KG, ein Gemeinschaftsunternehmen der MEDIA BROADCAST Digital Radio GmbH und der Absolut Digital GmbH den Aufbau und Betrieb der zweiten nationalen DAB+ Plattform übernehmen solle.

    DAB+ Radiokombi Deutschland erreicht über 200.000 Hörer pro Tag

    Ein Meilenstein für den privaten Hörfunk ist auch die erstmalige Ausweisung von verifizierten Hörer-Reichweiten in der Media Analyse Radio. Die von Studio Gong vermarktete „DAB+ Radiokombi Deutschland“ startete mit respektablen 205.000 Hörern am Tag und 92.000 in der Durchschnittsstunde.

    Die Kombination setzt sich aus den nationalen und regionalen DAB+ Sendern KULTRADIO, Absolut HOT, Absolut RELAX, lulu.fm, Radio Schlagerparadies und Schwarzwaldradio zusammen. Die Zielgruppe der Kombination fokussiert sich dabei auf die kaufkräftige Altersgruppe ab 30 Jahre.

    Steigende Gerätezahlen in Haushalten

    Zur erstmaligen Ausweisung von Reichweiten haben sicher auch die steigenden Nutzerzahlen beigetragen. Inzwischen steht in 15,1 Prozent der deutschen Haushalte mindestens ein DAB+ Gerät, im Vorjahr waren es nur 12,5 Prozent (Quelle: Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten). In Summe verfügen sechs Millionen Haushalte bereits über mindestens ein DAB+ Gerät, das ist eine Million mehr als im Vorjahr. Weil in Haushalten meist mehr als nur eine Person leben, haben damit rund 11 Millionen Menschen Zugang zu regionalen und nationalen DAB+ Programmen der privaten und öffentlich-rechtlichen Anbieter. In den Autos sind inzwischen 3,7 Millionen DAB+ Radios verbaut.

    Hersteller mit breitem Produktangebot – auch im Auto

    Die im Digitalradio Deutschland e.V. vertretenen Hersteller Dual, Hama, Pure, TechniSat und Telestar bieten zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft eine beachtliche Produktoffensive mit großer Geräteauswahl. Im Mittelpunkt des Angebots stehen DAB+ Radios mit Farbdisplay und Multiroom-Vernetzung. Weitere Trends sind kompakte, energiesparende Kofferradios mit OLED Display und edle Hybridradios für die heimische Stereoanlage. Für Autofahrer interessant ist das stetig steigende Angebot von Nachrüstmöglichkeiten. Details finden sich unter: http://www.digitalradio.de/index.php/de/dab-im-auto-uebersicht

    Über uns: Das Digitalradio Büro Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine Gemeinschaftsinitiative des Vereins Digitalradio Deutschland, also ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Das Digitalradio Büro informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung von DAB+ in Deutschland. Der Zugang zum Digitalradio Deutschland e.V. steht allen Marktteilnehmern offen, die sich für DAB+ engagieren. Weitere Informationen zu DAB+ unter: dabplus.de

     

    Kontakt Presse/Medien:
    Carsten Zorger
    Digitalradio Büro Deutschland
    Tel.: +49 30 8503 6841
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Rückenwind aus Brüssel für Digitalradio: Europaparlament will europäische Interoperabilitätsnorm für das digitale Radio

    Mit der Beendigung seiner Beratungen auf Ausschussebene über einen europäischen Kodex für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste habe sich das Europäische Parlament für eine europäische Norm zur Förderung von Digitalradio in der EU ausgesprochen, teilten die ARD und der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Damit erkenne das Parlament an, dass Digitalradio ohne diese Fördernorm hinter seinem Potential für die Entwicklung des europäischen Binnenmarkts, aber auch für die Bürgerinnen und Bürger der EU unter seinen Möglichkeiten als nach wie vor bedeutendes Tagesbegleitmedium zurückzubleiben drohe. Die geforderte Regelung sieht vor, dass nach einem bestimmten Zeitpunkt neue höherwertige Radiogeräte zusätzlich zum UKW-Empfang auch den Empfang digitaler Radioprogramme ermöglichen müssen.

    Die Vorsitzende der ARD und MDR-Intendantin Karola Wille sagte dazu: „Auch wenn mit dem Beschluss des Europäischen Parlaments der Gesetzgebungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, wird damit doch ein wichtiges politisches Signal gegeben, nicht zuletzt an die EU-Mitgliedstaaten, wie in ihren jeweiligen nationalen Märkten auch auf europäischer Ebene nach einer einheitlichen Lösung zu streben und nicht weiter eine flickenteppichartige Entwicklung beim europäischen Radio zuzulassen.“

    Die Digitalisierung der Medien ist in vollem Gange, DAB+ ist europaweit auf dem Vormarsch. Einige Länder haben bereits Termine für die UKW-Abschaltung festgelegt, andere werden folgen. Dennoch: Obwohl bereits über 50 Millionen DAB+ Radios weltweit verkauft wurden, verfügen alleine in Deutschland immer noch 79 Prozent der jährlich verkauften Radios und fast vier von fünf Autos nur über UKW-Empfang. Gerade bei langlebigen Gütern laufen die Käufer so Gefahr, eines Tages keine oder nur noch sehr wenige UKW-Radiosender empfangen zu können. Gleichzeitig können sie keine digitalen Dienste nutzen.

    „Die Consumer-Electronics-Industrie unterstützt die Digitalisierung des Hörfunks“, betont Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. „Eine europäisch abgestimmte Digitalisierungsstrategie ist dabei unerlässlich. Industrie und Verbraucher profitieren gleichermaßen von einem europaweiten Standard. Die Regulierung muss dabei verhältnismäßig bleiben.

    ARD-Vorsitzende Wille ergänzte: „Wir dürfen uns nicht mehr in Radio-Kleinstaaterei ergehen. DAB+ ermöglicht einer zunehmend mobilen Gesellschaft grenzüberschreitende Verkehrsinformationen, neue Radioprogramme und neue Serviceangebote. Hinzu kommt: DAB+ ist eine europäische Entwicklung, die ihr Marktpotential mittlerweile auch außerhalb der EU, so etwa in Asien und Australien entfaltet. Auch das ist gut und sollte nach Kräften gefördert werden.“

    Für die deutschen und europäischen Autoindustrien hätte eine wie nun vom Europäischen Parlament geforderte Regelung den Vorteil verbesserter Ausrüstung und mehr inhaltlicher Serviceleistungen. Im Bereich der Verkehrsinformationen könnte DAB+, so die Befürworter, zu mehr Verkehrssicherheit und verbessertem Verkehrsfluss beitragen.

    Pressekontakt:
    Walter Kehr
    ARD-Presse
    Tel.: 0341 300 6400
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ein Halbjahr wichtiger Meilensteine: Besondere Dynamik bei DAB+

on Montag, 03 Juli 2017.

Der Verein Digitalradio Deutschland blickt auf ein erstes Halbjahr 2017 mit wichtigen Meilensteinen für DAB+ zurück. „Wir sind sehr beeindruckt von der Dynamik, die das Thema im Markt inzwischen auslöst“, sagt Dr. Willi Steul, Vorsitzender des Digitalradio Deutschland e.V. und Intendant von Deutschlandradio. Die Politik engagiert sich für DAB+, das nationale DAB+ Netz erreicht inzwischen 96 Prozent der Fläche, das bundesweite und regionale Programmangebot nimmt sukzessive zu und die Händler melden weiter steigende Verkäufe. Diese Dynamik greifen wir auf, um die noch offenen Punkte auf dem Weg zur Digitalisierung des Hörfunks aktiv anzugehen.“

Aktionsplan treibt Digitalisierung voran
Ein wichtiger Schritt im ersten Halbjahr war die Verabschiedung des „Aktionsplans für die Transformation der Hörfunkverbreitung in das digitale Zeitalter“ durch das Digitalradio Board am 16. Februar. Der Aktionsplan enthält eine Roadmap mit acht Maßnahmen, die einen Rahmen schaffen für die Digitalisierung des Hörfunks.

Hierzu gehört unter anderem eine „Smart-Radio“-Regelung, die die verpflichtende Ausstattung von Hörfunkempfangsgeräten mit mindestens einer digitalen Schnittstelle vorsieht.

Zweiter Bundesmux: Bis zu 16 neue Radioprogramme für ganz Deutschland
Ein richtungsweisendes Signal war die Entscheidung der Landesmedienanstalten zum zweiten bundesweiten Multiplex. Vorbehaltlich einer endgültigen Zuweisung wird die Antenne Deutschland GmbH & Co. KG als Plattformbetreiber bis zu 16 weitere bundesweite Programme anbieten und damit die Programmvielfalt unter den Privatsendern weiter erhöhen. Das Unternehmenskonsortium, zu dem sich die Absolut Digital GmbH & Co. KG und die MEDIA BROADCAST Digital Radio GmbH zusammengeschlossen haben, will ab dem 2. Quartal 2018 auf Sendung gehen.

20 Prozent DAB+ Radios in bayerischen Haushalten
In Bayern gehen im Juli zahlreiche Lokalradios zusätzlich zur UKW-Verbreitung auch über DAB+ auf Sendung. Damit wird der erste Schritt im Rahmen der Kooperation von Bayerischem Rundfunk (BR) und Bayerischer Landeszentrale für neue Medien (BLM) beim DAB+ Netzbetrieb in Bayern umgesetzt. Bis September wird das landesweite DAB+ Sendernetz für die privaten Angebote neu strukturiert und künftig über die BR-Sendernetze verbreitet. DAB+ Hörer in Bayern profitieren von der neuen Angebotsvielfalt, wenn sie in den nächsten Wochen einen Sendersuchlauf durchführen.

Knapp sechs Jahre nach dem Start von DAB+ im Jahr 2011 haben 20,1 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren in Bayern in ihrem Haushalt mindestens ein Digitalradio-Empfangsgerät im Gebrauch. Dies geht aus der Funkanalyse Bayern 2017 hervor, die am 4. Juli auf den Lokalrundfunktagen in Nürnberg vorgestellt wird.

In Baden-Württemberg werden die Programme Regenbogen 2, Antenne 1 und Rock Antenne schon bald das landesweite Angebot bereichern, nachdem bereits der Kinder- und Familiensender Radio Teddy auf DAB+ gestartet ist.

Auf die von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) ausgeschriebenen DAB+-Kapazitäten in Berlin und Brandenburg haben sich 24 Anbieter beworben, darunter auch zahlreiche bisher nur auf UKW verbreitete Programme.

In Hamburg gehen die von UKW bekannten Privatradios 106.8 Alsterradio rock’n pop, 91,7 xfm und Radio ffn digital auf Sendung, nachdem zuvor schon Radio Hamburg und Hamburg 2 ihre Programme im regionalen Mux aufgeschaltet haben.

DAB+ Marketing-Kampagne erfolgreich gestartet
Mit Spots in TV, Radio und im Netz lief vom 2. bis 21. Mai die erste in diesem Jahr breit angelegte neue crossmediale DAB+ Kampagnenphase unter dem Motto „So klar, als wär ich da“, inklusive Launch der neuen Webseite dabplus.de. Absender sind Mitglieder des Vereins Digitalradio Deutschland, also ARD, Deutschlandradio und private Radioveranstalter.

Die Kampagne ist die bisher reichweitenstärkste seit der Einführung von DAB+ im Jahr 2011. Die ARD hat die Kampagnen- und Gestaltungselemente zur Bewerbung von DAB+ entwickelt, die Rundfunkanbietern, Herstellern und Handel zur Verfügung stehen. Hierzu gehört auch das neue Logo mit dem Slogan „DAB+. Mehr Radio.“

Weitere gemeinsame Kampagnenphasen sind vor der IFA und zur Vorweihnachtszeit geplant.

DAB+ wächst weltweit
Weltweit hat DAB+ im ersten Halbjahr weiter zugelegt: Über 53 Millionen Radioempfänger mit Digitalradio DAB/DAB+ sind verkauft worden, inklusive Autoradios, wie die Organisation WorldDAB mitteilt. Auch in Deutschland wachsen die Verkäufe von DAB+ Empfängern stetig, während der Anteil von verkauften UKW Radios sinkt.

Starkes Wachstum bei DAB+ im Auto
Immer erfolgreicher wird DAB+ auch in Fahrzeugen: Im letzten Jahr wurden 4,6 Millionen Neufahrzeuge mit DAB+ Radios in Australien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, in den Niederlanden, Großbritannien und in der Schweiz verkauft, meldet WorldDAB. Das ist ein Zuwachs von knapp 40 Prozent im Vergleich zu 2015. In Deutschland stieg der Anteil von DAB+ in Neuwagen von 14 Prozent in 2015 auf 21 Prozent in 2016.

Erster UKW-Ausstieg in Europa
DAB+ wird von 69 Prozent der Bevölkerung in Norwegen, wo in diesem Jahr schrittweise der analoge UKW-Hörfunk abgeschaltet wird, regelmäßig genutzt. Der Anteil von DAB+ Geräten beim Verkauf neuer Fahrzeuge ist in Norwegen von 63 in 2016 auf 98 Prozent in 2017 gestiegen. Die Schweiz plant die UKW-Abschaltung ab 2020. Hier wurde soeben das dreimillionste DAB+ Radio verkauft.

Über uns: Das Digitalradio Büro Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine Gemeinschaftsinitiative des Vereins Digitalradio Deutschland, also ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Das Digitalradio Büro informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung von DAB+ in Deutschland. Der Zugang zum Digitalradio Deutschland e.V. steht allen Marktteilnehmern offen, die sich für DAB+ engagieren. Weitere Informationen zu DAB+ unter: dabplus.de

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