27 September 2011

Lösung im Konflikt zwischen analogem Polizeifunk und Digitalradio in Nordrhein-Westfalen

Kanalumstellung für Digitalradio in NRW – keine weitere Zwangsabschaltung von Digitalradio mehr

Lösung im Konflikt zwischen analogem Polizeifunk und Digitalradio in Nordrhein-Westfalen

Baden-Baden, 27. September 2011 – Programmanbieter, Frequenzverwalter und der Sendernetzbetreiber für Digitalradio, Media Broadcast, haben den Konflikt zwischen dem veralteten analogen Polizeifunk und Digitalradio in Nordrhein-Westfalen vorerst gelöst. Mit ihren niederländischen Kollegen einigten sie sich auf eine Umstellung der Kanäle. Damit ist in Nordrhein-Westfalen eine Umstellung des Kanals 5A auf den Kanal 5C bereits ab sofort möglich. Mit dieser Einigung werden weitere Abschaltungen des Digitalradios verhindert. Damit kann der analoge
Polizeifunk während der Veranstaltungen zum „Tag der Deutschen Einheit" in Bonn ohne Störungen genutzt werden.

„Wir haben den für alle Beteiligten lästigen und ärgerlichen Zustand beseitigen können, für den wir noch nicht einmal verantwortlich waren. Das Wichtigste aber: Für die Digitalradio-Programmanbieter gibt es endlich Planungssicherheit. Außerdem haben die Hörer nun auch die langfristige Gewissheit, ihre Lieblingsprogramme im Digitalradio ohne Unterbrechungen weiter hören zu können", bewertet Michael Reichert, Leiter des Projektbüros Digitalradio, die positiv ausgegangenen Verhandlungen. Ende August 2011 hatte die Bundesnetzagentur den Digitalradio-Sendernetzbetreiber Media Broadcast aufgefordert, Digitalradio über den Sender Dortmund für mehrere Tage abzuschalten. Auslöser für diese Maßnahme waren Sicherheitsbedenken der Polizei für eine Großveranstaltung in Dortmund, nachdem es zu Störgeräuschen im Polizeifunk gekommen war. Die anschließende Problem-Analyse hatte ergeben, dass die hohe Feldstärke des neuen Digitalradios von den Einfangsverstärkern des veralteten analogen BOS-Funks nicht genug unterdrückt wurde - gleichwohl
Media Broadcast alle Auflagen der Bundesnetzagentur (BNetzA) eingehalten hatte.

Ungeachtet der jetzt gefundenen Lösung setzt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) auf die zügige Umstellung des veralteten analogen Polizeifunks auf neue digitale Technik. „In einigen Bundesländern hat die Umstellung auf den digitalen BOS-Funk bereits begonnen. Dieser Prozess muss jetzt in den einzelnen Bundesländern schnellstmöglich fortgesetzt werden", so ein Sprecher des
Ministeriums.

Arbeiten an den Senderstandorten in NRW beginnen ab sofort
In dieser Woche (bis 30.09.2011) wird an den Senderstandorten in NRW der Kanal 5A auf den Kanal 5C umgestellt. Die Hörer in NRW, die in dieser Woche die bundesweiten Digitalradio-Programme mit ihrem DAB+ Gerät nicht mehr empfangen können, sollten an ihrem Radiogerät einen Sendersuchlauf starten.

Auch Deutschlandradio veröffentlichte hierzu eine Pressemitteilung, die untenstehend zum Download zur Verfügung steht.

Interview vom 28.09.2011 in Absolut Radio mit Thomas Wächter (Media Broadcast) zum Thema Kanalwechsel.

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